Flyer selbst erstellen, wie mache ich das richtig?
Logo, Titel und Bilder – Platzierung und Auflösung
Wenn ich einen Flyer für ein Unternehmen erstelle brauche ich als erstes das Logo. Bei einem Flyer für eine Veranstaltung oder eine Party brauche ich als wichtigstes Element die Überschrift.
Der Betrachter soll auf den ersten Blick erkennen, worum es geht.
Das Logo oder die Überschrift platziere ich auf der Titelseite oben links. Das ist der Ort, wo man als erstes hinschaut, da die Blickrichtung der Leserichtung entspricht. Und die geht bei uns im Westen von links oben nach rechts unten.
Das Logo - wie alle Bilddateien, die Sie verwendet wollen - sollte eine Auflösung von 300 dpi haben. Das sind „dots per inch“, also Druckpunkte pro Zoll: 300 Punkte auf 2,54 Zentimetern. Im Vergleich dazu hat die Auflösung von Websites nur 72 dpi. Bilder aus dem Internet haben also oft nicht die notwendige Auflösung.
Wenn Sie Bilder aus dem Netz nehmen – vorausgesetzt sie sind nicht urheberrechtlich geschützt – klicken Sie bei der Google Bildersuche links in der Spalte "Alle Größen: Groß" an. Damit bekommen Sie wahrscheinlich Bilder, deren Auflösung ausreichend für den Druck ist.
Mit Hintergrundbildern arbeiten wenn man Flyer selbst erstellt
Der nächste wichtige und grundlegende Punkt bei einem Flyer ist der Hintergrund. Bei Bilddateien für den Hintergrund ist es wichtig, dass es keine zu hohen Unterschiede zwischen dunklen und hellen Bereichen gibt. Eine der wichtigsten Aspekte beim Flyerdesign ist die Lesbarkeit. Bei der Wahl eines Hintergrundbildes ist immer im Hinterkopf zu behalten, dass der Text nachher gut lesbar ist.
Wenn beispielsweise ein dunkler Hintergrund gewählt wird, sollte er keine oder wenig helle oder sehr helle Flecke haben. Hat das gewünschte Bild trotzdem diese Aspekte, bietet es sich an, den Kontrast mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu reduzieren. Dies macht man indem man die dunklen Bereich aufhellt oder die hellen abdunkelt.
Farbverläufe bieten sich auch gut als Hintergrund an. Sie sind relativ leicht zu erstellen und bieten dem Auge mehr Abwechslung als reine Farbflächen. Mit Helligkeitsabstufungen können zudem Effekte wie Tiefenwirkung erstellt werden. So bietet es sich zum Beispiel an, einen Verlauf für den Hintergrund zu wählen, der oben heller ist und nach unten dunkler wird. Der gängigste Einfallwinkel für Licht ist von oben bzw. von oben links. Das haben die alten Meister in den Gemälden schon so gemacht und das hat sich über die Jahrhunderte ins Bewusstsein der Menschen eingeprägt. Der Betrachter hat wahrscheinlich wenig unterbewussten Widerstand dagegen.
Schatteneffekt von Logo und Titel beim Flyerdesign
Ein Schatteneffekt hinter Logo oder Titel ist ein gängiges Mittel, um etwas Tiefe in den Flyer zu bringen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass dieser dezent ist und nicht sofort ins Auge springt. In Photoshop voreingestellt ist eine Transparenz von 75% Deckkraft bei reinem schwarz (unter Ebenenoptionen > Schlagschatten). Das ist oft zu dunkel für eine dezente und unaufdringliche Wirkung. 50% oder weniger reichen oft vollkommen aus.
Bei dem Einfallwinkel des Lichts ist in Photoshop standardmäßig 120° - also Lichteinfall von oben links eingestellt. Um die Sache einfacher und augenscheinlicher zu machen kann man den Winkel auf 90°, also von oben senkrecht nach unten einstellen. So kann der Flyer noch ruhiger wirken als mir einem schrägen Farbverlauf.

Ganz extrem ist Licht von unten, das nennt man die Königsperspektive, weil Könige so hoch stehen, dass selbst das Licht von unten kommt. Dabei geht der Schatten nach oben weg. So ein Effekt sollte sehr gut bedacht sein. Er bietet sich zum Beispiel an für Gruseleffekte bei Halloween Flyern - in grün, oder für Gothic Party und Nachtclub Flyer in rot.
Das Grundkonzept der Stimmigkeit
Wenn man einen eigenen Flyer erstellt, sollte man sich generell immer am Prinzip der Stimmigkeit orientieren. Dabei hilft es immer mal wieder einen Schritt vom Rechner wegzugehen und das Gesamtbild zu betrachten. Dabei fragt man sich, ob der Eindruck einer von Stimmigkeit ist.
- Sind die Schriftgrößen in Bezug zu den Inhalten harmonisch?
- Passt die gewählte Schrift zu der Stimmung, dir rübergebracht werden soll?
- Ist die Größe der Bilder passend zu der Größe des Flyers und der anderen Elemente?
Bei dem Aspekt der Stimmigkeit trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer etwas Talent hat und mehr als einen Flyer macht, wird einen stimmigen Flyer erstellen können. Auch hier gilt: Übung macht den Meister!


