Was GEO ist – und was es nicht ist
Generative Engine Optimization, kurz GEO, bedeutet: dafür sorgen, dass Ihr Unternehmen in den Antworten von Sprachmodellen vorkommt. Also dort, wo jemand fragt „Wer baut in Bochum Websites für Handwerksbetriebe?“ und eine fertige Antwort mit zwei, drei Namen bekommt.
Häufig wird das mit etwas anderem verwechselt: Texte mit KI zu schreiben. Das ist ein Werkzeugthema und hat mit Sichtbarkeit nichts zu tun. Man sieht die Verwechslung sogar in den Suchanfragen – unter „ChatGPT SEO“ finden sich fast nur Werkzeugvergleiche. Die Optimierung, um die es hier geht, setzt an Ihren Inhalten an, nicht an der Frage, womit diese Inhalte geschrieben wurden. Auf dieser Seite geht es um das andere: genannt werden.
Sie stolpern dabei über weitere Abkürzungen. LLMO (Large Language Model Optimization) und AEO (Answer Engine Optimization) meinen im Kern dasselbe wie GEO. Es hat sich noch kein Begriff durchgesetzt.
Für wen sich das lohnt – und für wen nicht
Hier ist die unbequeme Wahrheit, die auf den meisten Anbieterseiten fehlt: Sprachmodelle bevorzugen große, häufig erwähnte Marken. Sie geben wieder, was oft über jemanden geschrieben wurde – und das sind selten kleine Betriebe. Als Quellen dienen ihnen öffentlich zugängliche Inhalte: Websites, Verzeichnisse, Foren, Fachartikel.
- Lohnt sich meist: Unternehmen mit einem eigenen Namen im Markt, Hersteller, Fachanbieter, Dienstleister mit überregionaler Kundschaft, Branchen mit langen Entscheidungswegen.
- Lohnt sich selten: der Handwerksbetrieb, der Kunden aus dem Umkreis von zwanzig Kilometern bekommt. Bei lokalen Anfragen liefert Google nach wie vor die besseren Ergebnisse – und dort wird auch gesucht.
- Fast nie: wer nur wenige Seiten hat und außerhalb der eigenen Website nirgends vorkommt. Da fehlen schlicht die Daten, aus denen eine Antwort entstehen könnte.
Wenn Sie in die zweite oder dritte Gruppe gehören, sage ich das im ersten Gespräch. Dann sind Ihre Mittel in lokaler Sichtbarkeit deutlich besser angelegt.
Was ich konkret mache
Nichts davon ist Zauberei, und vieles zahlt gleichzeitig auf die klassische Suchmaschinenoptimierung ein:
- Abschnitte statt Seiten. Sprachmodelle zitieren selten eine ganze Seite, sondern einen Absatz. Jeder Abschnitt muss deshalb für sich verständlich sein – mit klarer Zwischenüberschrift und ohne Bezüge, die zwei Bildschirme weiter oben stehen.
- Erwähnungen außerhalb Ihrer Website. Branchenverzeichnisse, Unternehmensprofil, Bewertungen, Fachbeiträge, lokale Presse. Modelle lernen aus dem, was andere über Sie schreiben, nicht nur aus Ihrer Selbstdarstellung.
- Fragenlücken schließen. Menschen formulieren gegenüber einer KI ganze Fragen, nicht Stichworte. Ich sammle die Fragen, die in Ihrem Markt gestellt werden, und prüfe, welche Ihre Website nicht beantwortet.
- Technische Erreichbarkeit. Die KI-Systeme schicken eigene Crawler. Kommen die an Ihre Inhalte, oder blockiert die Konfiguration sie? Auch strukturierte Daten helfen ihnen dabei, Angebot und Zuständigkeit richtig zuzuordnen. Das ist in zehn Minuten geprüft und überraschend oft die Ursache.
- Messen. Nennungen in Antworten, Suchvolumen auf Ihren Firmennamen, Anfragen mit dem Satz „ChatGPT hat Sie empfohlen“.
Warum Abschnitte wichtiger sind als Seiten
KI-Systeme zerlegen Ihre Inhalte in Textblöcke und suchen darin die Stelle, die zur Frage passt. Als Quelle genannt wird dann dieser Block, nicht die Seite. Was gewinnt, ist der Absatz, der die Frage vollständig beantwortet – nicht die Seite mit den meisten Wörtern.