Welches Format passt, entscheidet der Einsatz: Was in den Briefumschlag soll, hat andere Maße als was in der Fußgängerzone verteilt wird.
- DIN lang (99 × 210 mm) – der Klassiker. Passt in den Fensterumschlag und damit in jeden Brief, den Sie ohnehin verschicken.
- DIN A6 (105 × 148 mm) – Postkartengröße, handlich zum Verteilen und Auslegen.
- DIN A5 (148 × 210 mm) – wenn mehr Text oder größere Bilder nötig sind.
- Falzflyer – Wickelfalz, Zickzackfalz oder Altarfalz: sechs Seiten Inhalt auf einem Blatt, mit einer Dramaturgie beim Aufklappen.
- Quadratisch – fällt im Stapel auf, kostet im Druck etwas mehr.
Alle Maße mit Beschnittangaben und Faltvarianten stehen im Nachschlagewerk zu den Flyermaßen und Formaten. Wenn Sie unsicher sind, klären wir das im Gespräch in fünf Minuten.
Papier und Veredelung
Beim Flyer entscheidet das Papier oft mehr über den Eindruck als die Gestaltung. Ein Blatt, das sich billig anfühlt, lässt auch ein gutes Layout billig wirken – und wer den Flyer in die Hand bekommt, merkt das in der ersten Sekunde, lange bevor er liest.
Drei Entscheidungen fallen an, und alle drei wirken auf den Preis:
- Die Grammatur. Unter 135 g/m² wird ein Handzettel schlaff. 170 g/m² ist der brauchbare Normalfall, ab 250 g/m² fühlt sich ein Flyer wie eine Karte an – sinnvoll, wenn er liegen bleiben soll statt weggeworfen zu werden.
- Die Oberfläche. Glänzend lässt Farben kräftiger wirken und ist gut für Bilder, spiegelt aber und nimmt keine Notiz an. Matt wirkt ruhiger und hochwertiger. Ungestrichenes Papier kann man beschriften – wichtig, wenn auf dem Flyer ein Termin eingetragen werden soll.
- Die Veredelung. UV-Lack auf einzelnen Flächen setzt Akzente, ohne den ganzen Bogen glänzend zu machen. Eine Prägung wirkt am stärksten, lohnt sich aber erst bei kleinen Auflagen mit hohem Anlass – Einladung, Jubiläum, Eröffnung.
Recyclingpapier ist längst kein Kompromiss mehr. Die Farben kommen etwas gedämpfter heraus, dafür passt es zu Betrieben, die Nachhaltigkeit nicht nur behaupten. Ich lege die Daten dann so an, dass die Bilder auf dem geräuschvolleren Papier trotzdem sitzen.
Was davon sinnvoll ist, hängt am Zweck: Ein Handzettel für die Fußgängerzone braucht kein hochwertiges Papier, eine Preisliste, die ein Jahr im Betrieb liegt, sehr wohl. Sagen Sie mir, wo der Flyer landet – den Rest schlage ich vor.
Wovon der Preis abhängt
Eine Pauschale wäre geraten – ein einseitiger Handzettel ist etwas anderes als ein sechsseitiger Wickelfalz. Was den Aufwand bestimmt:
- Format und Seitenzahl, bei Falzflyern zusätzlich die Falzart
- Ob Texte fertig vorliegen oder erst formuliert und gekürzt werden müssen
- Ob Bildmaterial vorhanden ist oder beschafft, freigestellt und bearbeitet wird
- Ob Logo, Farben und Schrift feststehen oder das Design erst entsteht
- Wie viele Korrekturschleifen realistisch sind – zwei sind eingerechnet
Nach einem kurzen Gespräch bekommen Sie einen Festpreis, schriftlich und vor Beginn. Kein offenes Stundenbudget.
So läuft ein Auftrag ab
- Gespräch. Anlass, Zielgruppe, Auflage, Termin. Danach steht der Preis.
- Entwurf. Ein bis zwei Richtungen als PDF in Originalgröße – bei Falzflyern zusätzlich als Ausdruckvorlage zum Selberfalten. Das zeigt mehr als jede Bildschirmansicht.
- Korrektur. Zwei Schleifen sind im Preis. Textänderungen kosten nicht extra.
- Druckdaten. Druckfertiges PDF mit Anschnitt, in CMYK, Falzkanten markiert. Auf Wunsch hole ich Druckangebote ein und prüfe das Ergebnis.
Druckfertige Daten – woran es sonst scheitert
Der häufigste Grund für Verzögerung ist nicht der Entwurf, sondern die Datei:
- Anschnitt: drei Millimeter umlaufend, sonst entsteht beim Schneiden ein weißer Rand
- Farbraum: CMYK statt RGB – ein leuchtendes Bildschirmblau gibt es auf Papier nicht
- Auflösung: 300 dpi in Originalgröße, auch bei Bildern aus dem Telefon
- Falzkanten: die Innenseiten eines Wickelfalzes sind schmaler als die Außenseiten – wer das übersieht, bekommt gestauchte Seiten
- Abgabeformat: PDF/X, das Format, das jede Druckerei ohne Rückfrage annimmt